Ziegel, Stein oder Holz?

Und so haben wir uns nach Baufirmen umgeschaut. Online recherchiert, regional nach Beratern gesucht und viel gelesen. Es hat sich schnell gezeigt, dass es uns nicht wirklich teurer kommen wird selber zu bauen als einen Altbestand zu kaufen (natürlich sehr abhängig von der Lage und Größe eines möglichen Grundstücks!) und da war die Entscheidung pro Neubau schnell für uns gefallen. Nach diversen ersten Gesprächen mit verschiedenen Anbietern und dem ersten Besuch im Musterhauszentrum München-Poing erwartete uns aber recht schnell eine erste Grundsatzentscheidung, die wir zu Anfang gar nicht auf dem Schirm hatten: Ziegel, Stein oder Holz? Hier scheiden sich die Geister und jeder Anbieter weiß geschickt seine Vorteile in den Vordergrund zu stellen und die „andere“ Bauweise zu diskreditieren. Also haben wir wirklich viel dazu gelesen und versucht uns so gut es geht ein umfassendes Bild zu erstellen. In diesem Zusammenhang können wir das Buch „Kauf und Bau eines Fertighauses“ der Verbraucherzentrale  sehr empfehlen und natürlich unsere „Bibel“, die auch in allen weiteren Phasen sehr hilfreich war: „Unser Bauherrenhandbuch“ der Stiftung Warentest. Viele Diskussionen zu zweit und im Freundeskreis später haben wir uns für die Holzständerbauweise entschieden. Warum? Es war für uns keine Entscheidung zwischen „Massivhaus“ und „Fertighaus“ sondern eher zwischen „Nass-“ und „Trockenbauweise“. Und hier haben wir die Vorteile klar auf Seiten der Holzständerbauweise gesehen: Schnelle Bauzeit, extrem gute Dämmwerte, Holz als Baustoff. Dem gegenüber standen ein schlechterer Brandschutz und geringere Schallisolierung, beim geplanten Bau auf dem Land aber weniger relevant für die Wahl. Letztendlich wurde die Entscheidung aber auch davon begünstigt, dass uns generell die Fertighaus-Anbieter moderner und innovativer erschienen – von der eingebauten Technik bis zu den Grundrissen – als die klassischen Stein-auf-Stein-Bauunternehmen. Und eines hat sich auch gezeigt: es gibt kein richtig oder falsch, jede Bauweise hat ihre Vorteile und jeder muss sehr individuell für sich wissen und entscheiden was das Richtige ist.